Dienstag, 8. August 2017

Schon ein einfaches Wort lässt das Gehirn lächeln und der Körper folgt

So wirken auch Suggestionen und die richtigen Vorstellungen!
Oft stellen sich Menschen die Frage, wirken Suggestionen bzw. formelhafte Vorsätze wirklich, können diese etwas im Geist, Unterbewussten und vor allem im Körper bewirken.
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Auch dieser Beitrag gibt wieder schlüssig Auskunft: JA, unsere Gedanken lösen körperliche Reaktionen aus, sind diese nachhaltig schlecht, sind diese von ständigen Zweifel getragen, oder sind diese rein positiv. Egal wie sie sind, sie werden sich geistig und auch körperlich manifestieren.
Das jedenfalls beweist dieser interessante Forschungsbeitrag.

Wissenschaftler finden direkten Zusammenhang zwischen emotionalen Ausdrücken und der Motorik. Eine wichtige Erkenntnis auch für den Bereich Hypnose/Selbsthypnose bzw. Suggestion!
Bildquelle: Fotolia

Schon das Lesen des Worts "Lächeln" reicht, um die Lachmuskeln in Aktion treten zu lassen: Emotionale Ausdrücke werden vom Gehirn buchstäblich verkörpert, haben niederländische Forscher nachgewiesen. Je bildhafter das Wort dabei ist und je klarer es eine Körperfunktion beschreibt, desto ausgeprägter ist die Reaktion. Der gleiche Effekt ist auch zu beobachten, wenn jemand einen emotionalen Gesichtsausdruck bei einem anderen sieht, hatten bereits frühere Studien gezeigt. Beide Reaktionen dienen vermutlich dazu, sich besser ins Gegenüber hineinzuversetzen und beeinflussen zudem, wie bestimmte Vorgänge in der Umwelt bewertet werden.

Die Forscher ließen 30 Freiwillige Wörter auf einem Bildschirm lesen, während sie mit Elektroden die Aktivität von zwei für die Mimik wichtigen Gesichtsmuskeln überwachten: den Jochmuskel, der die Mundwinkel steuert, und den sogenannten Stirnrunzlers, der für die Auf- und Ab-Bewegung der Augenbrauen zuständig ist. Die Hälfte der Wörter bezog sich auf positive Gefühle, die andere auf negative. Beide Gruppen bestanden jeweils aus Verben wie lächeln, grinsen und lachen sowie die Stirn runzeln, weinen und kreischen, die Körpervorgänge beschriebe, und aus allgemeineren Adjektiven wie komisch, lustig, irritierend oder ärgerlich, die eher einen abstrakten Zustand umfassten. ... 
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Vor allem bei den Verben beobachteten die Forscher einen deutlichen Effekt: Nur die positiven Wörter ließen den Mundwinkel zucken, die negativen dagegen den Stirnrunzler in Aktion treten. Das hatte sogar Auswirkungen auf die Stimmung der Probanden – selbst dann, wenn sie die Wörter so kurz vorgesetzt bekamen, dass sie sie gar nicht bewusst wahrnahmen, zeigte eine weitere Studie: Die positiven Begriffe beziehungsweise die körperliche Reaktion darauf führten dazu, dass die Testteilnehmer Comic-Abbildungen komischer fanden, als wenn sie einen negativen Begriff gesehen hatten. Wurde die Muskelaktivität verhindert, indem der Proband einen Stift mit den Lippen festhielt, blieb die Belustigung aus.

Sprache galt lange als rein abstraktes Symbolsystem, das mit dem Körper nichts zu tun hatte (vor allem eine bestimme Gruppe von Forschern wollte diesen Einfluss von Gedanken und Worten NICHT wahrhaben!), erläutern die Forscher. Mittlerweile habe sich diese Einschätzung jedoch gewandelt, denn immer mehr Studien deuteten auf einen starken gegenseitigen Einfluss von körperlichen Reaktionen und Sprache. 

Das sollte man sich immer vor Augen halten, wir sind/werden was wir denken bzw. aussprechen!
Wie auch diese Forschungsarbeit zeigte, verursacht das Hören von Wörtern nicht nur, wie angenommen, Aktivität in den für Bewegung zuständigen Hirnarealen. Diese Aktivität wird auch in echte körperliche Reaktionen umgesetzt. Die Verarbeitung von Sprache geht also mit einer körperlichen Simulation des Gehörten einher, die für das Verständnis unverzichtbar ist, lautet das Fazit der Wissenschaftler.
Quelle: Francesco Foroni (Freien Universität Amsterdam) und Gün Semin (Universität in Utrecht): Psychological Science, Online-Vorabveröffentlichung, doi:10.1111/j.1467-9280.2009.02400.x
LINK: http://onlinelibrary.wiley.com/